Die Produktionswelt steht vor Herausforderungen – die NORTEC 2026 in Hamburg schafft dafür Austausch und praxisnahe Lösungen. Erste Programm-Highlights stehen fest: Dazu zählen der deutsch-dänische Technologiedialog zu Robotik & KI am 3. Februar, tägliche Live-Demos einer Elektronikfertigungslinie und der VDMA-Workshop zu flexibler Produktion am 4. Februar. Neu ist dabei die Kooperation mit der Deutsch-Dänischen Handelskammer, die den internationalen Technologietransfer gezielt fördert.
Gemeinsam den Blick schärfen
Dänemark gilt als Vorreiter in Automatisierung, kollaborativer Robotik (Cobots), KI-Integration und digitaler Fertigung. Die neue Kooperation mit der Deutsch-Dänischen Handelskammer setzt auf der NORTEC entsprechende Zeichen: Sie bringt erprobte Praxisimpulse aus dem dänischen Robotik-Ökosystem nach Hamburg und stärkt den grenzüberschreitenden Austausch zwischen Unternehmen aus beiden Ländern.
„Wenn dänisches Robotik-Know-how und deutsche Fertigungspraxis zusammenfinden, entsteht ein Innovationsschub, von dem Produktionsbetriebe beider Länder profitieren. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit und macht Tech- und KI-Lösungen schneller nutz- und skalierbar“, betont Andreas Wenzel, CEO der Deutsch-Dänischen Handelskammer.
Im Mittelpunkt steht ein deutsch-dänischer Technologiedialog zu Robotik und KI – kompakt, praxisorientiert, mit Fokus auf Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in der Produktion. Geplant ist eine Paneldiskussion unter Moderation von Andreas Wenzel am Dienstag, 3. Februar, 14 Uhr. Dafür bringt der Messeveranstalter führende Stimmen aus der kollaborativen Robotik und industriellen Automatisierung auf die Bühne – mit Lösungen, die sich in der Produktion bewährt haben.
Von der Platine zum Hightech-Produkt
Täglich zeigt die NORTEC 2026 eine komplette Elektronikfertigungslinie in Aktion – vom Substrat über Lotpastenauftrag und Bestückung bis zum Löten, integrierten Inspektionen, Nutzentrennen und Ausschleusen. „Erstmalig live auf der NORTEC können Sie die Fertigung einer komplexen elektronischen Baugruppe am Beispiel der ISIT SMT-Uhr erleben, mit den derzeit kleinsten auf dem Markt befindlichen passiven SMD-Komponenten der Baugröße 008004 – das sind nur 250 μm x 125 μm, also kleiner als ein Sandkorn“, erklärt Helge Schimanski, Gruppenleiter Modul-Services am Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT.
Die Vorführungen an der 22 Meter langen, vollautomatisierten Fertigungslinie machen sichtbar, wie unterschiedlichste, hochpräzise Einzelprozesse mit modernsten Fertigungsgeräten, Werkzeugen und Materialien ineinandergreifen. „Nur so wird die Verarbeitung eines anspruchsvollen Bauteilmixes großer und kleiner Bauformen mit hoher Qualität und Prozesssicherheit möglich“, betont Schimanski. Gerade angesichts steigender Anforderungen in Qualität und Effizienz liefert die Linie wertvolle Impulse für die Praxis.
Flexible Produktion in volatilen Zeiten
Wie lassen sich schwankende Kapazitätsauslastungen und Phasen mit geringer Auftragslage erfolgreich meistern? Antworten darauf liefert der VDMA-Workshop am 4. Februar. Unter dem Titel „Volatile Produktion – wie gehe ich mit Kapazitätsauslastungsspitzen und Zeiten mit geringen Aufträgen um?“ erhalten teilnehmende Personen praxisnahe Einblicke in erprobte Lösungen: von Manufacturing X über Variantenmanagement bis zu innovativen Ansätzen für die optimale Auslastung von Maschinen und Mitarbeitenden. Inspirierende Praxisbeispiele, kreative Ideen und Networking stehen im Fokus – mit dem Ziel, direkt anwendbare Impulse für die eigene Produktion mitzunehmen.




