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    Aus der fng Ausgabe 2/2024

    Rewe wird grün: In Berlin eröffnete der erste rein vegane Supermarkt seine Türen

    Ist vegane Ernährung für die Lebensmittelwirtschaft ein Geschäftsmodell? Der große Handelskonzern Rewe will das ausprobieren.

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    In Deutschland ernähren sich gegenwärtig etwa 1,6 Millionen Menschen vegan. Das sind rund zwei Prozent der Konsumenten, weist die Statistik aus. Nahezu 70 Prozent von ihnen sind weiblich und zumeist unter 30 Jahre alt. Diese Zahlen hören sich zunächst als verschwindend wenig an, aber gemessen an zurückliegenden Jahren ist der Anteil jener, die auf fleischliche Kost verzichten, in letzter Zeit wegen der Corona-Pandemie, wegen der ziemlich dramatischen Klimakrise und der anhaltenden Diskussion um Tierwohl und Gesundheitsbewusstsein rasant gestiegen. Ist also vegane Ernährung für die Lebensmittelwirtschaft schon ein Geschäftsmodell? Der große Handelskonzern Rewe will das jetzt mal ausprobieren und hat in Berlin den ersten Supermarkt in Deutschland eröffnet, der ausschließlich vegane Speisen anbietet. Unter 2.700 Produkten kann die Kundschaft wählen, alle ohne Fleisch, ohne Fisch, ohne Ei und ohne Milch – vom veganen Käse, der nach Gouda schmeckt, über Kreationen, die fast wie Fleisch munden, bis hin zu veganen Waschmitteln.

    Der Markt steht im belebten Stadtteil Friedrichshain, wo nicht selten mächtig Trubel herrscht, an der Warschauer Straße. In dem Gebäude betrieb zuvor die vegane Supermarktkette Veganz einen Laden für rein pflanzliche Produkte, der aber Ende letzten Jahres seine Türen schloss. Und jetzt kommt Rewe. Lohnt sich das Experiment? Beim Handelskonzern, der seinen zentralen Sitz in Köln hat, ist man recht zuversichtlich. „Vegan ist längst im Mainstream angekommen“, heißt es im Unternehmen, „und besonders im brodelnden Berlin, wo die Uhren immer anders ticken, dürfte der Zulauf groß sein.“

    Zur Eröffnung des Marktes, der den Namen Rewe voll pflanzlich trägt, kam auch Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und ließ sich dort einen veganen Eierlikör, selbstverständlich ohne Ei, kredenzen. „Schmeckt fruchtig“, urteilte sie und gestand, dass sie eher eine gemischte Ernährung bevorzugt. „Aber es geht ja nicht um die Moralkeule“, betonte sie, „sondern um eine vegane Offerte. Und es ist gut, dass ein solches Angebot ohne tierische Substanzen immer größer wird.“

    Als Inspirationsquelle für den veganen Markt in Berlin-Friedrichshain diente die österreichische Handelskette Billa, die unter dem Dach von Rewe agiert. Sie hat vor zwei Jahren in Wien in einen rein veganen Markt Billa Pflanzilla initiiert, der besonders unter jungen Konsumentinnen und Konsumenten großen Anklang findet. Als Namenspaten für den Supermarkt in der österreichischen Hauptstadt wählte das Unternehmen den Gorilla als stärkstes Tier im Dschungel und reinen Pflanzenfresser.

    Lesen Sie den ganzen Artikel in der fng 2/2024

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