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    Aktuelle Ausgabe
    Aus der fng Ausgabe 2/2026

    Skyr – was die Tradition der alten Wikinger mit unserem Ernährungstrend von heute verbindet

    In enormer Geschwindigkeit und kürzester Zeit erreichten Skyr-Produkte ungeahnte Absatzzahlen, so dass Hersteller den Run gar nicht mehr bedienen konnten. „Derzeit kommt es in einigen Regionen zu punktuellen Verfügbarkeitsschwankungen“, umschreibt ein Sprecher des Rewe-Konzerns diplomatisch die Lieferengpässe. Vielerorts war Skyr vorübergehend sogar ausverkauft. Auch Edeka, Kaufland, Lidl und Aldi berichten von einem spürbar gestiegenen Kundeninteresse.

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    Wenn sich in unserer Gesellschaft ein neuer Hype anbahnt, dann liegt die Basis häufig in besonders Aufsehen erregenden Videos von Influencern in den sozialen Medien. Plattformen wie etwa Instagram oder TikTok verbreiten Trends überaus schnell. Hinzu kommt die Wirkung von Storytelling, Erzählungen über ein Produkt, das mit einer besonderen Herkunft, interessanter Tradition oder einem Lifestyle verbunden ist und dadurch eine emotionale Aufladung bekommt. So war das in jüngster Vergangenheit mit der berühmten Dubai-Schokolade. Wie eine Riesenwelle schwappte der Hype über uns hinweg, bis er dann langsam verebbte. Und so ist das gegenwärtig mit dem Milchprodukt Skyr, das sich zurzeit allerdings ganz oben auf dem Wellenkamm befindet. Bei Skyr wurde in den Social Media das Image eines gesunden, proteinreichen Superfoods aufgebaut – passend zum aktuellen Fitnesstrend und zum steigenden Gesundheitsbewusstsein – und das mit großem Erfolg.

    Die Absatzmengen von Skyr, sagen Branchenexperten, haben sich im Vergleich zum Ende des letzten Jahres verdoppelt. Zunächst sorgte der Skyr-Lotus-Cheesecake für einen Hype, gegenwärtig ist es die Kombination aus Skyr und Energie-Drinks als Protein-Mix.

    Noch vor wenigen Jahren kannten die meisten Verbraucher in Deutschland den Namen Skyr kaum. Heute steht das cremige Milchprodukt nahezu in jedem Kühlregal eines Supermarkts. Nach wie vor erleben Rezepturen mit Skyr in den sozialen Netzwerken einen wahren Boom und treiben die Nachfrage stark an.

    Obwohl immer mehr Konsumenten zu Skyr-Kreationen greifen, wissen nur wenige, was sich tatsächlich hinter dem Namen verbirgt. Skyr stammt ursprünglich aus dem nordischen Inselstaat Island und ist dort seit der Zeit der Wikinger wichtiger Teil der alltäglichen Ernährung. Historiker gehen davon aus, dass nordische Siedler die Herstellungstechnik schon im 9. Jahrhundert auf die karge Insel brachten.

    Cremiges Produkt mit leicht säuerlichem Geschmack

    Seinerzeit erfüllte Skyr vor allen Dingen einen praktischen Zweck: Milch sollte länger haltbar gemacht werden. Auf den abgelegenen Höfen des bevölkerungsarmen Eilands wurde ein Teil der Milch zu Butter verarbeitet, während die entrahmte Restmilch zu Skyr fermentierte. Das ist ein natürliches Verfahren, bei dem Lebensmittel durch Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen oder Pilze haltbar gemacht und geschmacklich verändert werden.

    Lesen Sie den ganzen Artikel in der Ausgabe 02/2026

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