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    E-proPlast systemrelevant

    Produktion von PET-Flaschen für Desinfektionsmittel läuft auf Hochtouren – Kostenlose Abgaben an Apotheken im Umkreis

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    Wegen der aktuellen Corona-Krise hat das Thüringer Wirtschaftsministerium die in Schmalkalden ansässige E-proPlast GmbH in die Liste der systemrelevanten Unternehmen aufgenommen. Der auf die Entwicklung und Herstellung von Flaschen und Behältern aus PET spezialisierte Kunststoffverarbeiter ist damit intensiv in die Bemühungen eingebunden, die seit Ende Februar dieses Jahres sprunghaft angestiegenen Nachfrage nach Flaschen für die Abfüllung von Desinfektionsmitteln und flüssigen Seifen zu befriedigen.

    Dementsprechend läuft die Produktion trotz des in Einzelfällen stockenden Nachschubs durch Vorlieferanten von Verschlüssen sowie Sprühaufsätzen und -pistolen auf Hochtouren. Zumindest für die nahe Zukunft wurde die Fertigungskapazität von einem Drei- auf ein Vier-Schicht-System umgestellt, sodass die Herstellung rund um die Uhr an sieben Wochentagen erfolgt. Der vermehrte Personalbedarf wird kurzfristig mit Zeitarbeitern und studentischen Hilfskäften gedeckt.

    Die gute Auftragslage resultiert ebenfalls aus Sondereffekten. So hat zum Beispiel ein bekannter Markenartikler für Autopflege-Produkte aktuell einen Teil der Produktion auf die Herstellung von Desinfektionsmitteln umgestellt. Auch die Tatsache, dass diese derzeit von vielen Apotheken selbst gemischt werden, vergrößert den Kundenkreis. Aus Solidaritätsgründen hat E-proPlast entschieden, im Rahmen der Möglichkeiten zumindest Apotheken im Umkreis von Schmalkalden kostenlos mit Flaschen und Verschlüssen zu versorgen.

    Selbstverständlich trägt die Unternehmensleitung der E-proPlast GmbH in Zeiten der Pandemie ihrer besonderen Verantwortung als fürsorglicher Arbeitgeber Rechnung. Ein Mitte März aus den Geschäftsführern Modesto M. Pesavento und Rüdiger Löhl sowie weiteren Mitgliedern des Führungsteams gebildeter Krisenstab hat seitdem eine ganze Reihe wichtiger Maßnahmen initiiert. So wurden beispielsweise die technischen Möglichkeiten für Videokonferenzen ausgeweitet und ein Teil der Mitarbeiter ins Home Office entsandt. Neben den ohnehin schon strengen Regeln des bestehenden HACCP-Konzepts wurden weitere Anweisungen zur Desinfektion erlassen, Gruppenbildungen von mehr als zwei Personen untersagt und deren Mindestabstände festgelegt.

    Im Übrigen nimmt das thüringische Unternehmen, das bereits seit Längerem den Einsatz von recycltem PET in der Produktion seiner Behältnisse forciert, die aktuelle Situation zum Anlass, eine Versachlichung der Kunststoff- und Umweltdiskussion anzuregen. Die Krise beweise eindrucksvoll, wie wichtig die in der letzten Zeit immer wieder gescholtenen Kunststoffverpackungen sind. Fertig und langlebig in Kunststoff verpackte Lebensmittel werden dem Einzelhandel aus der Hand gerissen. Ärzte und Pflegepersonal, die vollständig in Schutzkleidung aus Kunststoff gehüllt sind, bestimmen die täglichen TV-Bilder. Es sei nach der Corona-Krise wünschenswert, eine faktenbezogene Debatte zu führen und pure Ideologie in den Hintergrund zu rücken.

    Bildtext: Die Nachfrage nach PET-Flaschen für Desinfektionsmittel und flüssige Seifen – im Bild drei Varianten der Firma E-proPlast – ist in der Corona-Krise sprunghaft gestiegen (Foto: E-proPlast)

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