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    Matcha-Tee verlangsamt kognitiven Abbau bei älteren Frauen

    Matcha-Tee verlangsamt kognitiven Abbau bei älteren Frauen
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    Eine neue Studie zeigt – die tägliche Einnahme von Matcha-Grünteepulver kann den kognitiven Abbau bei älteren Frauen verlangsamen. Bei Männern jedoch konnte diese positive Wirkung des Matcha-Tees nicht beobachtet werden.

    Demenz ist die zweithäufigste Todesursache bei Menschen über 70 und auch Alzheimer, die häufigste Ursache für Demenz, schreitet durch eine leichte kognitive Beeinträchtigung allmählig voran.

    Es wurde bereits häufig über die positiven Auswirkungen des grünen Tees auf die geistige Gesundheit berichtet. Zum Beispiel kann der regelmäßige Konsum die Verringerung von Angstzuständen begünstigen, was vor allem auf die hohen Mengen an L-Theanin, Polyphenolen und fettlöslichen Nährstoffen zurückzuführen ist. Es wird angenommen, dass Matcha-Grüntee aufgrund der speziellen Ernte und Verarbeitung noch höhere Mengen dieser vorteilhaften Verbindungen enthält als herkömmlicher grüner Tee.

    Die Studie von Sakurai et al. untersuchte vor allem die Auswirkungen von Matcha-Grünteeextrakt auf die kognitive Gedächtnisfunktion und Impulsivität bei klinisch gesunden älteren Menschen. Das Studiendesign ist randomisiert, doppelblind und Placebo-kontrolliert, die Studie wurde über einen Zeitraum von 12 Wochen durchgeführt. Der Fokus lag darauf herauszufinden, ob es einen Unterschied in der Wirkung des Grüntees je nach Geschlecht (weiblich/männlich) geben könnte.

     

    Details der Studie

    Insgesamt 61 Teilnehmer wurden rekrutiert und erhielten nach dem Zufallsprinzip pro Tag entweder ein Testgetränk mit 3 g frischem Matcha-Grünteepulver oder ein Placebo. Veränderungen in der kognitiven Funktion wurden mit Hilfe einer psychometrischen Testbatterie bewertet. Die tägliche Nahrungsaufnahme wurde mittels eines selbstverwalteten Fragebogens zur Ernährungsanamnese (BDHQ) bewertet. In der geschlechtsspezifischen Analyse wurde eine signifikante kognitive Verbesserung im Montreal Cognitive Assessment (MoCA) Score in der Gruppe der Frauen beobachtet. In der diätetischen Analyse fanden die Forscher eine signifikante inverse Korrelation zwischen der täglichen Vitamin-K-Aufnahme (ohne Testgetränke) und der Veränderung im MoCA.

     

    Ergebnisse

    Die vorliegende Studie deutet darauf hin, dass die tägliche Supplementierung von Matcha-Grünteepulver protektive Wirkungen gegenüber dem kognitiven Verfall bei in der Gemeinschaft lebenden älteren Frauen hat. Die Ergebnisse deuten weiterhin darauf hin, dass die tägliche Einnahme von Matcha-Grünteepulver bei Männern keinen positiven Effekt gegenüber altersbedingtem kognitivem Verfall hat.

    Den unterschiedlichen Effekt der Grüntee-Supplementierung bei Frauen und Männern begründen die Forscher mit einem generell höheren Demenzrisiko bei Frauen in höherem Alter, welches vermutlich aufgrund hormoneller Veränderungen, ausgelöst durch die Menopause, besteht.

    Die japanischen Forscher vermuten einen Zusammenhang der hydrophoben Vitamin-K-Verbindungen im Matcha-Tee und der Verbesserung der Kognition bei älteren Frauen. Jedoch kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig festgelegt werden, welche der aktiven Verbindungen im Matcha (L-Theanin, Polyphenole, Vitamine, Mineralstoffe) für die Verlangsamung des kognitiven Abbaus ausschlaggebend ist.

    Da dies die bisher erste Studie ist, die die Auswirkungen einer täglichen Supplementierung mit Matcha-Grünteepulver auf die kognitiven und die Gedächtnisfunktionen sowie die Impulsivität bei klinisch normalen älteren Personen untersucht hat, sollen die einzelnen bioaktiven Verbindungen des Matcha-Tees im nächsten Schritt genauer auf die zugrunde liegenden Mechanismen untersucht werden.

     

    Quelle: Vitalstoffe

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