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    Vitalstoffe

    Das Magazin für Mikronährstoffe und deren Wirkungen

    Ausgabenarchiv

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    Aktuelle Ausgabe
    Annette Masuch

    Hochwertige Pflanzenextrakte – um auch im Alter gesund und geistig leistungsfähig zu bleiben

    Forever young …

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    Wie in dem Song aus den 1980er Jahren von unterschiedlichsten Künstlern besungen, sehnen sich die Menschen schon seit Urzeiten nach dem Geschenk der ewigen Jugend. Dies manifestiert sich auch im Motiv des Jungbrunnens in diversen Mythen, Legenden und Märchen. Ein Bad darin oder ein Schluck seines Wassers soll die Gebrechen des Alters wegspülen. In der nordischen Mythologie dagegen beruht die ewige Jugend auf einer besonderen Speise: den goldenen Äpfeln von Idun. Die Asen müssen diese Äpfel regelmäßig essen, um ihre Jugend zu bewahren, bis Ragnarök bevorsteht – so lautet zumindest die Legende. Tatsächlich spielt unsere Ernährung eine zentrale Rolle, um auch im Alter gesund zu bleiben (1). Obwohl die Lebenserwartung in den letzten Jahren stetig angestiegen ist, ist der sogenannte „seneszente Phänotyp“ eher neu, da menschheitsgeschichtlich gesehen Menschen erst seit kurzer Zeit überhaupt älter als 40 Jahre werden. Im Jahr 2020 war weltweit bereits eine Milliarde Menschen älter als 60 Jahre und damit zahlenmäßig mehr vertreten als Kinder unter fünf Jahren (2). Dabei wirken sich die stetige Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung und der Lebensumstände positiv auf die Lebenserwartung aus. Außerdem wächst das Bewusstsein darüber, dass jeder individuell mit körperlicher Aktivität und einer ausgewogenen Ernährung die Gesundheit beeinflussen kann. So rückt neben der verlängerten Lebenszeit an sich auch die tatsächliche Lebensqualität im Alter zunehmend in den Fokus.

    Altern – was ist das eigentlich genau?

    Wissenschaftlich betrachtet, ist Altern die zeitbedingte Abnahme funktionsfähiger vitaler Zellen infolge der Zunahme zellulärer und molekularer Schäden. Es gibt heute verschiedene Theorien, um den Gesamtprozess des Alterns zu verstehen. Die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) spielt dabei eine zentrale Rolle. Diese tragen zur Anhäufung von intrazellulären Schäden mit zunehmendem Alter bei. ROS können Zellmembranen, Proteine und DNS oxidieren und schädigen. Die Mitochondrien sind in unseren Zellen die Energieerzeuger und besitzen ihre eigene DNS. Die mitochondriale DNS ist im Vergleich zur Kern-DNS, die in allen teilungsfähigen Zellen vorliegt, viel anfälliger für Mutationen. In der Folge entstehen im Laufe der Zeit schneller mitochondriale Dysfunktionen (z. B. in der Atmungskette), was zur vermehrten Bildung von ROS und einer Zunahme an zellulärer Schädigung führen kann (3, 4). In ähnlicher Weise steht die zelluläre Seneszenz im Zusammenhang mit gealtertem und erkranktem Gewebe. Zelluläre Seneszenz beschreibt den Zustand der ausgesetzten Zellteilung aufgrund zu kurzer dysfunktionaler Telomere. Telomere sind sich wiederholende DNS-Sequenzen an den Enden der Chromosomen. Während der Zellteilung werden die Chromosomen verdoppelt, nicht aber die sogenannten Tandem-RepeatStrukturen der Telomere. Stattdessen verlieren sie bei jedem Zellzyklus sogar einige Sequenzteile und sind zudem noch besonders anfällig für oxidative Schäden. Wenn Telomere auf eine kritische Länge verkürzt sind, kommt die Zellteilung zum Stillstand. Die Zelle kann nun entweder in den programmierten Zelltod oder in die Seneszenz eintreten (5). Die Anhäufung solcher seneszenter Zellen kann die Geweberegeneration einschränken und zu chronischen Entzündungen führen. Tatsächlich werden mit zunehmendem Alter vermehrt proinflammatorische Zytokine ausgeschüttet, wodurch im Körper eine chronische Entzündungssituation niedrigen Grades vorliegt. Dies wird mit dem Begriff Entzündungsaltern oder auch „Inflammaging“ umschrieben und hat eine reduzierte adaptive Immunantwort zur Folge, wodurch Infektionen nicht mehr effektiv bekämpft werden (6). Diese intrazellulären Alterungsprozesse werden durch äußere Faktoren, die oxidativen Stress hervorrufen, wie Rauchen, fettreiche Ernährung, Medikamente, UV-Licht und andere Einflüsse aus der Umwelt, noch beschleunigt.

    Und was ist nun die gute Nachricht?

    Der Organismus selbst besitzt die Fähigkeit, oxidativen Stress mit Antioxidantien zu bekämpfen (7). Eine entscheidende Wirkung hat dabei unsere Ernährung. Allerdings ist die Versorgung mit Mikronährstoffen und bioaktiven Substanzen, die über den Verzehr von Obst und Gemüse gedeckt werden, bei älteren Menschen oft suboptimal. Dies kann durch Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden (1). Eine pflanzliche Ernährung liefert eine Fülle von sekundären Pflanzenstoffen, die die Gesundheit positiv beeinflussen können. Insbesondere die Polyphenole gelten als wirkungsvolle Antioxidantien. Eine Unterklasse der Polyphenole, die Anthocyane, werden als potente Radikalfänger beschrieben (8). Im Hinblick auf diese antioxidative Kapazität stellen anthocyanhaltige Pflanzen also eine Nahrungsquelle mit hohem Potenzial zur Unterstützung der Gesundheit im Alter dar.

    Von besonderem Interesse ist dabei ein immergrüner Strauch der Art Artistotelia chilensis (Mol.) Stuntz, beheimatet in den Wäldern Patagoniens in Argentinien und Chile. Seine Frucht, die Maquibeere, hat sich als echte Superfrucht erwiesen: Sie gilt als eine der reichsten natürlichen Quellen für Anthocyane. Insbesondere Delphinidine als eine Unterklasse der Anthocyane besitzen äußerst hohe antioxidative Kraft und sind in beträchtlichen ernährungsrelevanten Mengen in den Maquibeeren enthalten (8). Um diese Superbeere optimal zu nutzen, hat die Anklam Extrakt GmbH einen hoch-angereicherten standardisierten Maquibeeren-Extrakt (MBE) entwickelt, der mindestens 35% Anthocyane und 25% Delphinidine enthält: Delphinol®. Die Fähigkeit von Delphinol®, freie radikale Sauerstoffspezies zu neutralisieren, wurde wissenschaftlich nachgewiesen und mit insgesamt 30852 µmol Trolox-Äquivalenten pro Gramm des Extrakts (ORAC 5.0) gemessen (9). Wie oben beschrieben, sind verkürzte Telomere und damit einhergehend eine verringerte Zellteilungsfähigkeit Anzeichen des Alterns auf zellulärer Ebene. Um die Wirkung von MBE auf die zelluläre Proliferation zu untersuchen, wurden Primärkulturen menschlicher Fibroblasten verwendet. Durch die Behandlung mit H2O2 wurde oxidativer Stress ausgelöst, der die Zellteilung messbar beeinträchtigte. Die Behandlung der Fibroblasten mit Delphinol® konnte dem entgegenwirken. Darüber hinaus zeigte die Untersuchung verschiedener Charakteristika der Telomere, z. B. die mediane Telomerlänge, die 20. Perzentil-Telomerlänge und der Prozentsatz der kurzen Telomere mit weniger als 3 kbp, dass MBE die H2O2-induzierte Telomerverkürzung deutlich vermindert. Das lässt vermuten, dass MBE den durch H2O2 hervorgerufenen oxidativen Stress kompensieren und die Telomerverkürzungsrate positiv beeinflussen kann (unveröffentlichte Daten, persönliche Kommunikation).

    Delphinol® zur Gesunderhaltung von Haut und Knochen

    Die offensichtlicheren Zeichen des Alterns betreffen unser äußeres Erscheinungsbild. Besonders die sichtbaren Hautpartien im Gesicht und an Händen sind neben den normalen Alterungsprozessen zusätzlich einer häufigeren UVEinwirkung ausgesetzt. Damit erfährt die Haut an den exponierten Körperstellen neben dem chronologischen Altern einen zusätzlichen Lichtalterungsprozess oder „Photoaging“ (10, 11). Typischerweise geht das Altern der menschlichen Haut mit einer Verminderung der Anzahl der Gefäße, strukturellen Veränderungen der Gefäßeigenschaften und einer verringerten Dichte der Lymphgefäße einher. Solche Gefäßveränderungen führen zu einer erhöhten Neigung zu Blutergüssen und einer reduzierten Nährstoffversorgung.

    Die Fragmentierung der dermalen kollagenen Matrix der Haut begünstigt die Faltenbildung und die Pigmentierung der Haut kann mit zunehmendem Alter ungleichmäßig werden, z. B. entstehen sogenannte Altersflecken (10). Erwartungsgemäß spielt die Bildung von ROS auch bei den strukturellen Veränderungen der Haut eine zentrale Rolle (11). Im Einklang mit seiner starken antioxidativen Kapazität wurde gezeigt, dass Delphinol® die Hautvitalität verbessert. In einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Pilotstudie wurden die Auswirkungen von 60 mg Delphinol® täglich über 8 Wochen auf den Zustand der Haut bei 32 japanischen Frauen untersucht. Die Studie zeigte eine Verbesserung des Hauttons (Farbton, Sättigung und Helligkeit) sowie eine reduzierte Anzahl und Fläche von Rötungen in der Delphinol®-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Hinsichtlich des Kollagen-Scores wurde ein leichter Anstieg in der Delphinol®-Gruppe, nicht aber in der Placebo-Gruppe beobachtet (12). Zuvor wurde berichtet, dass die Einnahme von Delphinol®-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln über 90 Tage die kutometrisch ermittelte Hautfestigkeit und -elastizität bei gealterter Haut signifikant verbesserte (13). Aus zellbasierten in vitro-Untersuchungen wurde abgeleitet, dass Delphinidine UV-B-induzierte Hautschädigungen hemmen können, da sie dem UV-B-vermittelten oxidativen Stress entgegenwirken (14). Zusammengenommen zeigen die Ergebnisse, dass MBE als Nahrungsergänzungsmittel die Erhaltung der Hautgesundheit unterstützen kann und die ROS-Produktion erschwert, die altersbedingte Strukturveränderungen beschleunigen würde. Indem es zu einem lebendigeren Hautton beiträgt, die Anzahl der roten Stellen reduziert und die Festigkeit und Elastizität der Haut unterstützt, fördert Delphinol® eindeutig die Schönheit von innen und damit das allgemeine Wohlbefinden im Alter.

    Ein Verlust von Knochenmasse (Osteopenie) bis hin zur Osteoporose sind bekannte Begleiterscheinungen im Alter. Bemerkenswerterweise sind unsere Knochen kein starres Gerüst, sondern erfahren im Laufe des Lebens kontinuierliche Umbauprozesse. Unter Knochenumbau versteht man den Einklang von Knochenresorption und Knochenaufbau als Reaktion auf äußere und innere Reize. Der normale Knochenumbauzyklus beinhaltet den Abbau der Knochenmatrix durch Osteoklasten und die Neueinlagerung von Kollagen und Mineralien durch Osteoblasten (15). Mit voranschreitendem Alter reduziert sich die Knochendichte sowohl bei Frauen als auch bei Männern – und das bereits in der dritten Lebensdekade. Mit Beginn der Menopause und abnehmendem Östrogenspiegel beschleunigt sich die Reduktion der Knochenmasse, was mit einem Anstieg des Frakturrisikos einhergeht. Auch hier ist erhöhter oxidativer Stress einer der zellulären Schlüsselmechanismen, die mit dem Knochenverlust bei älteren Menschen in Verbindung gebracht werden (16). In Zellkultur- und Tierstudien wurde die Wirkung des standardisierten Maquibeeren-Extrakt Delphinol® im Zusammenhang mit dem Knochenumbau untersucht. Delphinol® hemmte dosisabhängig die Bildung von Osteoklasten, die die Knochenresorption vorantreiben, während die Osteoblasten-Differenzierung sogar stimuliert wurde. Darüber hinaus verhinderte Delphinol® in Mausmodellen für Osteoporose und Osteopenie den Verlust von Knochenmasse und konnte signifikante Veränderungen der Knochenarchitektur durch Stimulation der Knochenbildung umkehren. Diese Prozesse scheinen eng mit der hohen antioxidativen Kapazität von Delphinol® verbunden zu sein (17, 18). Damit ist Delphinol® als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln in der Lage, die Gesundheit unserer Knochen zu unterstützen, insbesondere im Hinblick auf den altersbedingten Verlust an Knochenmasse.

    MBE für das Wohlbefinden der Augen

    MBE ist auch für den Einsatz im Bereich Augengesundheit bekannt und wird hier unter dem Namen MaquiBright® vermarktet. Im Hinblick auf die Gesundheit unserer Augen zeigt sich mit zunehmendem Alter ein erhöhtes Risiko einer beeinträchtigten Tränenflüssigkeitsproduktion und der Entwicklung des Syndroms des trockenen Auges. Besonders Frauen in den Wechseljahren sind häufiger betroffen. Doch nicht nur Alter und Geschlecht sind Risikofaktoren, die eine ausreichende Tränenflüssigkeitsproduktion beeinflussen. Dinge des modernen Lebens wie die intensive Nutzung von Smartphones oder Tablets, Zigarettenrauchen, langes Tragen von Kontaktlinsen, Klimaanlagen etc. schädigen die Gesundheit unserer Augen (19). Im Vergleich zum altersbedingten Verlust an Knochenmasse, der zwar gravierend ist, aber keine Symptome im Alltag mit sich bringt, oder zur Faltenbildung, die man auch als normale äußere Zeichen des Alterns ansehen kann, ist das trockene Auge mit unangenehmen Beschwerden wie Brennen, Jucken, verschwommenem Sehen oder Lichtempfindlichkeit verbunden, die das allgemeine Wohlbefinden stark beeinträchtigen. MBE wurde in diesem Zusammenhang in mehreren präklinischen und klinischen Studien untersucht. Übermäßige Lichtexposition kann in der Netzhaut die Produktion von hohen Mengen an ROS, einschließlich freier Radikale, induzieren. In zellbasierten Studien schützte die antioxidative Kraft des Maquibeeren-Extrakts murine Photorezeptorzellen vor dem lichtinduzierten Zelltod (20). In einer Pilotstudie mit offenem Design führte die Einnahme von 30 mg oder 60 mg MaquiBright® über 30 Tage zu einer signifikanten (Re-) Aktivierung der Tränenflüssigkeitsproduktion und der Linderung von Beschwerden im Zusammenhang mit trockenen Augen, die mit dem Fragebogen Dry Eye-Related Quality-of-Life Score bewertet wurden (21). In einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Folgestudie mit 74 Teilnehmern wurden die Ergebnisse einer erhöhten Tränenflüssigkeitsproduktion bestätigt. Besonders hervorzuheben ist vor allem, dass sich das subjektive Empfinden des Wohlbefindens nach vier Wochen täglicher Einnahme von 60 mg MaquiBright® signifikant verbessert hat (22).

    Geistiges Wohlbefinden und kognitive Leistungsfähigkeit

    Neben dem Maquibeeren-Extrakt stellt die Anklam Extrakt GmbH weitere hochwertige Extrakte her, die sich für Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens eignen. Die Zitronenmelisse (Melissa officinalis L.) ist bekannt für ihre traditionelle Anwendung zur Unterstützung der allgemeinen Entspannung und als Einschlafhilfe. Darüber hinaus wird sie bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Zitronenmelisse erscheint damit ideal für die Bewältigung des Alltagsstresses, der uns nicht nur manchmal nachts wachhält, sondern auch auf den Magen schlagen kann. Die Zitronenmelisse ist ein mehrjähriges Kraut und stammt aus dem Mittelmeerraum Südeuropas. Die Pflanze wird 30 bis 125 cm hoch, ihre Blätter sind breit eiförmig oder herzförmig und verströmen beim Zerreiben einen wohlriechenden Zitronenduft. Die wichtigsten charakteristischen Inhaltsstoffe sind die Hydroxyzimtsäuren (Rosmarin- [bis zu 6%], pCumarin-, Kaffee- und Chlorogensäure) und ein ätherisches Öl (0,02 – 0,37%), das zu mehr als 40% aus Monoterpenen und zu mehr als 35% aus Sesquiterpenen besteht. Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Gerbstoffe und saure Triterpene (23, 24). Die beruhigende Wirkung der Melisse ist vermutlich auf eine Hemmung der Transaminase zurückzuführen, die Gamma-Aminobuttersäure (GABA) abbaut. In der Folge wird im Hirngewebe die Konzentrationen von GABA, einem hauptsächlich hemmenden Neurotransmitter, erhöht und GABA-Rezeptoren werden stimuliert. Darüber hinaus wird das acetylcholinerge Transmittersystem aktiviert, was mit einer Verbesserung des Gedächtnisses und der kognitiven Funktion verbunden sein kann (24). Um die physiologische Relevanz dieser molekularen Befunde für unseren Alltag zu evaluieren, wurde die Wirksamkeit eines wässrigen Melissenextraktes in Lebensmitteln (Getränke und Joghurt) in einer Pilot- und zwei Verhaltensstudien an gesunden Erwachsenen untersucht. Letztere waren als randomisierte, Placebo-kontrollierte, balancierte CrossoverStudien angelegt, um die Auswirkungen des Melissenextrakts auf die Stimmung, das Stressniveau und auch die kognitiven Funktionen zu untersuchen. Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass eine Nahrungsergänzung mit Melissenextrakt das Angst- und Stressniveau reduziert, was auch mit einem verringerten Cortisolspiegel einhergeht. Außerdem wurde die kognitive Leistung verbessert. Dies wurde mittels eines Multitasking-Tests mit vier gleichzeitig zu absolvierenden Aufgaben untersucht (25). In einer prospektiven Open-LabelStudie berichteten 20 gestresste Probanden über eine signifikante Verbesserung von angstbezogenen Symptomen und Schlaflosigkeit nach 15-tägiger Einnahme eines hydroalkoholischen standardisierten Melissenextraktes. Die Angst und die damit verbundenen Symptome sowie die Schlaflosigkeit zu Beginn und nach der Behandlung wurden mit Hilfe der Free Rating Scale of Anxiety (FRSA) bzw. der Hamilton Rating Scale for Depression (HRSD) bewertet. Melissenextrakt reduzierte dabei die gesamte Angstmanifestation, einschließlich Unruhe, Hyperaktivität und Anspannung, um 18%. Die Schlaflosigkeit wurde klinisch signifikant verbessert, wobei 17 Teilnehmer sogar eine vollständige Remission der Symptome innerhalb von 15 Tagen nach der Behandlung erreichten (26). Zur weiteren Unterstützung der kognitiven Funktion bietet die Anklam Extrakt GmbH einen Extrakt an, der aus den oberirdischen unreifen (grünen) Teilen des Hafers (Avena sativa L.) gewonnen wird: cognitaven®. Hafer als Wiesengras ist eine einjährige, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 60 bis 150 cm erreicht. Die Blütezeit ist von Juni bis August und das Haferkorn wird Ende August geerntet. Für cognitaven® wird der frische grüne Teil (Blätter, Halme, Rispen) kurz vor der Vollblüte im milchigen Stadium gewonnen. Die wichtigsten charakteristischen Inhaltsstoffe des vor der Blüte geernteten grünen Krauts sind Polysaccharide, z. B. beta-Glucan, und Zucker wie Saccharose, sowie die stickstoffhaltigen Carbonsäuren Aveninsäure A und B. Am bedeutendsten sind die glykosylierten Steroidsaponine, wie Avenacosid A und B. Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonoide, z. B. Vitexinderivate (27).

    Extrakte und Tinkturen aus grünem Hafer werden seit langem zur Unterstützung der geistigen Gesundheit eingesetzt (27). Die Wirksamkeit von cognitaven® auf die kognitive Leistungsfähigkeit wurde kürzlich in einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie mit 126 gesunden Probanden (35 – 65 Jahre) erforscht. Neben den akuten Effekten einer einmaligen Einnahme von cognitaven® wurden auch die Auswirkungen einer chronischen Supplementierung von 430 mg, 860 mg oder 1290 mg cognitaven® über 29 Tage untersucht. Arbeitsgedächtnis und Multitasking wurden in verschiedenen computerbasierten Tests bewertet. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass die akute Einnahme von 1290 mg cognitaven® das Arbeitsgedächtnis bereits vom ersten Tag der Einnahme an signifikant verbessert. Diese Steigerung der Arbeitsgedächtnisleistung wurde auch durch eine chronische Einnahme der niedrigsten Dosis von 430 mg cognitaven® über 29 Tage erreicht (28).

    Unser modernes Leben zwingt uns oft dazu, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Diese Multitasking-Fähigkeit wird im 21. Jahrhundert zunehmend als eine Grundvoraussetzung angesehen, um den immer schneller werdenden Alltag zu bewältigen. In diesem Zusammenhang wurde gezeigt, dass die Einnahme von cognitaven® die Multitasking-Fähigkeit verbessert. Im akuten Setting erzielte die Einnahme der höchsten Dosis von 1290 mg cognitaven® signifikante Effekte, während im chronischen Setting nach 29 Tagen cognitaven®-Einnahme auch die niedrigste Dosis von 430 mg cognitaven® ausreichend war (28). Diese Resultate untermauern die Vorteile der Einnahme einer höheren Dosis von cognitaven® in akuten Stresssituationen, die unsere volle Konzentration und die Fähigkeit zum Multitasking erfordern. Zur Unterstützung der kognitiven Leistungsfähigkeit im Alltag wäre aus den Ergebnissen der Studie die Einnahme von 430 mg ein- bis dreimal täglich zu empfehlen.

    Unterstützen Sie Ihr Immunsystem

    Das Altern betrifft den ganzen Körper und alle Organsysteme. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch unser Immunsystem mit zunehmendem Alter deutliche Veränderungen und eine funktionelle Umstrukturierung erfährt. Unter dem Begriff Immunoseneszenz versteht man die altersbedingte Abnahme der Immunfunktion und die damit verbundene erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten bei älteren Menschen. Wie bereits oben skizziert, weisen ältere Menschen häufig eine chronische Entzündung niedrigen Grades auf, die durch erhöhte Ausgangswerte pro-inflammatorischer Zytokine im Blutkreislauf definiert ist. Auch chronischer Stress reduziert verschiedene immunologische Funktionsfähigkeiten (6). Im Sinne eines gesunden Alterns verdient daher auch die Unterstützung des Immunsystems unbedingt unsere Aufmerksamkeit.

    Eines der bekanntesten pflanzlichen Präparate für diesen Zweck ist der Presssaft aus dem Sonnenhut (Echinacea purpurea (L.) Moench). Der Purpursonnenhut ist eine krautige, trockenheitstolerante Staude aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die in feuchten bis trockenen Prärien und offenen Waldgebieten des östlichen und mittleren Nordamerikas wächst. Bereits die amerikanischen Ureinwohner nutzten Pflanzenzubereitungen aus dem Purpursonnenhut, oder kurz Echinacea, bei Erkältungssymptomen, wie Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und als Schmerzmittel, z. B. bei Zahnschmerzen. Eine Meta-Analyse von 14 randomisierten, Placebo-kontrollierten Studien, die Echinacea-haltige Produkte zur Vorbeugung und/oder Behandlung von Erkältungskrankheiten untersuchten, fasst eindeutige positive Effekte zusammen. Echinacea verringerte die Dauer einer Erkältung um 1,4 Tage. Bemerkenswert ist, dass Echinacea auch die Wahrscheinlichkeit, an einer Erkältung zu erkranken, um 58% verringerte. Kritisch angemerkt wurde, dass aufgrund der Heterogenität der Studien die Übereinstimmung zwischen den Studien bezüglich des generellen Nutzens von Echinacea eindeutig war, nicht aber die Größenordnung des Effekts (29).

    Später erforschte eine weitere MetaAnalyse sechs randomisierte Placebokontrollierte Studien von hoher Qualität. Schapowal et al. kamen zu dem Schluss, dass Echinacea-Zubereitungen für die Langzeitbehandlung von rezidivierenden Infektionen der Atemwege geeignet sind, da das Risiko für Infektionen durch Echinacea im Vergleich zu Placebo deutlich reduziert wurde. Vor allem Menschen mit verminderter Immunfunktion und höherer Infektanfälligkeit würden laut ihrer Studie profitieren. Wichtig ist ebenfalls die recht hohe Sicherheit: nach viermonatiger Echinacea-Einnahme wurden keine Veränderungen der biochemischen oder hämatologischen Parameter beobachtet (30). Diese Ergebnisse zeigen, dass Echinacea-Präparate eine sehr gute Möglichkeit sind, um einer verminderten Immunfunktion im Alter entgegenzuwirken.

    Kein Jungbrunnen, sondern hochwertige Pflanzenextrakte

    Kommen wir zurück auf das eingangs beschriebene Bild des Jungbrunnens, so ist natürlich klar, dass eine tatsächliche Verjüngung durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln nur eine schöne Phantasie bleibt. Dennoch sind pflanzliche Extrakte eindeutig von Nutzen, um das allgemeine Wohlbefinden zu erhalten und auch im Alter gesund zu bleiben. Für ein ganzheitliches Konzept für die Gesundheit im Alter bietet die Anklam Extrakt GmbH verschiedene hochwertige Pflanzenextrakte und Präparate an. Mit Delphinol® und MaquiBright® unterstützen Sie die allgemeine antioxidative Kapazität Ihrer Körperzellen und erhalten die Gesundheit von Knochen, Haut und Augen. Für das geistige Wohlbefinden und um mit dem manchmal herausfordernden, stressigen Alltag Schritt zu halten, bieten cognitaven® und Melissenextrakt Unterstützung bei der Bewältigung von Stresssituationen und lassen Sie erholsamen Schlaf und Entspannung finden. Nicht zuletzt ist Echinacea Trockenpresssaft ein bekanntes, die Immunfunktion unterstützendes Pflanzenpräparat und ebenfalls bei der Anklam Extrakt GmbH erhältlich. Ob nun ein einzelner Inhaltsstoff oder eine Kombination – mit diesen Pflanzenextrakten lassen sich optimale Nahrungsergänzungen für jeden Lebensstil zusammenstellen.

    Quelle: Vitalstoffe

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