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    Vitalstoffe

    Das Magazin für Mikronährstoffe und deren Wirkungen

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    Aktuelle Ausgabe
    Teil 2

    Funktionelles Magnesiumcarbonat – ein Klassiker mit Potential

    Funktionelles Magnesiumcarbonat
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    Die etablierten und dabei trotzdem innovativen Magnesiumcarbonate von Dr. Paul Lohmann® sind ein gutes Beispiel dafür, wie vielseitig der Rohstoff sein kann. Er kann in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt werden und ist als Magnesiumsalz insbesondere für die Lebensmittel- und Nahrungsergänzungsmittelindustrie von besonderem Interesse.

    Die größte Stärke des Rohstoffs liegt darin, dass er an die Bedürfnisse vieler verschiedener Kunden individuell angepasst werden kann und ein großes Potenzial in allen Bereichen der Lebensmittel- und Nahrungsergänzungsmittelproduktion hat.

    Multitalent im Lebensmittelbereich mit technologischem und ernährungsphysiologischem Nutzen

    Magnesiumcarbonat verfügt über bemerkenswerte Eigenschaften und wird daher als Rohstoff für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel besonders geschätzt. Die Anwendungen sind so vielfältig wie das Produkt selbst.

    Magnesiumcarbonat als Säureregulator

    In der Getränkeindustrie fungiert Magnesiumcarbonat als Säureregulator. Diese Verwendung hat sensorische und auch ernährungsphysiologische Vorteile:

    • optimierte Sensorik

    • positive Beeinflussung des sauren/ süßen Geschmacks

    • gesund

    • kein zusätzlicher Eintrag von Natrium durch Natriumcitrat

    • erhöhter Magnesiumgehalt im Getränk

    Der saure Geschmack eines Getränkes wird nicht allein durch den pH-Wert beeinflusst, sondern auch durch die Menge an organischer Säure im Getränk. Magnesiumcarbonat besitzt, im Gegensatz zu dem sonst üblicherweise genutzten Natriumcitrat, eine deutlich höhere Pufferkapazität. Dadurch haben Getränkehersteller die Möglichkeit, größere Mengen an Säure (z. B. Zitronensäure) in die Produkte einzubringen und damit den sauren Geschmack des Getränkes zu verstärken.

    Der pH-Wert des Getränkes wird dabei nicht auf einen inakzeptabel niedrigen Wert reduziert. Daraus ergibt sich ein weiterer Vorteil: um einen bestimmten pH-Wert bei einer genau definierten Menge an Säure zu erreichen, muss im Verhältnis zu Natriumcitrat deutlich weniger Magnesiumcarbonat eingesetzt werden (Abb. 1).

    Magnesiumcarbonat als Rieselhilfe

    Aufgrund hygroskopischer Eigenschaften einiger Lebensmittel oder Zutaten kann die Zugabe von Rieselhilfen oder Trennmitteln ein Verklumpen kontrollieren, reduzieren oder verhindern. Dabei werden Zusatzstoffe (Rieselhilfsmittel) verwendet, die insbesondere in sehr geringer Konzentration hoch effizient sind.

    Einige Zusatzstoffe, insbesondere nanoskalige Partikel, sind ein sehr kontroverses und emotionales Diskussionsthema. Siliziumdioxid (SiO2, als E 551 oder häufig als Kieselsäure deklariert) wird seit Jahren als unbedenklicher Zusatzstoff verwendet. Es soll jedoch aufgrund seiner Struktur in vielen Lebensmittelanwendungen ersetzt werden. Eine Alternative dazu sind gesundheitlich unbedenkliche Magnesiumcarbonate, die in Produkten wie Instantkaffee, Scheibenkäse und geriebenem Käse, Gewürzen, Tütensuppen, Kochsalz oder Nahrungsergänzungsmitteln und Babyprodukten bedenkenlos Verwendung finden können. Kaliumchlorid ist ein Produkt mit einer sehr starken Neigung zum Verklumpen.

    Es dient als Matrix in Versuchen zur Untersuchung der Eignung von Rieselhilfsmitteln. Die Ergebnisse mit Magnesiumcarbonat als Rieselhilfe sind vielversprechend. Magnesiumcarbonat von Dr. Paul Lohmann® zeigt im direkten Vergleich zu Siliziumdioxid eine hervorragende Funktionalität. Abb. 2 zeigt, dass über einen Lagerzeitraum von 360 Tagen die Probe mit Magnesiumcarbonat eine gleichbleibende Fließfähigkeit aufweist, während sich die Fließfähigkeit von der Probe mit Siliziumdioxid über die Lagerzeit verschlechtert hat.

    Säuglingsanfangs- und Folgenahrung

    Der Markt für Säuglingsnahrung wächst und Magnesium ist oft ein essentieller Bestandteil der Formulierungen. Mit einer sehr feinen Partikelstruktur wertet Magnesiumcarbonat pulverförmige Säuglingsanfangs- und Folgenahrung auf sichere und gesunde Weise auf. Außerdem eignet sich Magnesiumcarbonat ideal für gebrauchsfertige Säuglingsmilch sowie für Cerealien und Kekse für kleinere Kinder. Das Magnesiumcarbonat von Dr. Paul Lohmann® verbindet ernährungsphysiologische Vorteile mit einfacher Verarbeitung und macht es leicht, innovative und umfassende Lösungen für Säuglings- und Kindernahrung zu entwickeln.

    Die hochreine Qualität des Magnesiumcarbonats ermöglicht es, die anspruchsvollen Qualitätskriterien für Säuglingsnahrung im Hinblick auf Produktsicherheit und Reinheit zu erfüllen. So können beispielsweise sehr niedrige Aluminium-, Blei-, und Cadmiumgehalte realisiert werden.

    Magnesiumcarbonat als DC-Granulat

    Eine spezielle Entwicklung von Dr. Paul Lohmann® sind die „DC-Granulate“ (Direct Compression). Diese werden durch Zugabe einer flüssigen Lösung (Wasser mit Bindemittel) zu Pulver gebildet. Bei der anschließenden Trocknung bilden sich Agglomerate mit dauerhaften Bindungen aus. Die Granulierung steigert die Partikelgröße und wandelt feine oder grobe Pulver in physikalisch feste und größere Granulate mit gleichmäßiger Form, guter Fließfähigkeit sowie optimierten Kompressionseigenschaften um.

    Durch die Zusammensetzung haben diese direkt verpressbaren Magnesiumcarbonate aufgrund des Bindemittelzusatzes einen leicht reduzierten Magnesiumgehalt, zeichnen sich jedoch durch wesentliche Vorzüge aus. So vereinfachen sie viele Herstellungsschritte bei der Produktion, denn ein vorgelagerter Granulierungsprozess wird überflüssig. Es ergeben sich Vorteile in Bezug auf Produktionsfähigkeit und Kosten (1). Die groben, porösen Partikel bieten dabei eine einfache, staubfreie Handhabung und optimale Fließeigenschaften. In Kombination mit direkt verpressbaren Wirkstoffen eignen sich diese DCGranulate auch optimal als Träger.

    Magnesiumcarbonat wird bevorzugt auch als Bestandteil in Tabletten wie z. B in Kau- und Brausetabletten eingesetzt, weil es einen hohen Magnesiumgehalt aufweist. In Brausetabletten dient es darüber hinaus auch als Kohlendioxidquelle zur Erzeugung des Brauseeffekts. Durch Variation des Bindemittels kann die Tablettenfestigkeit beeinflusst werden.

    Quelle: Vitalstoffe

     

    Teil 1: Vitalstoffe

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