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    Vitalstoffe

    Das Magazin für Mikronährstoffe und deren Wirkungen

    Ausgabenarchiv

    Diese Fachzeitschrift wird als E-Paper mit interaktiven Inhalten angeboten.

    Aktuelle Ausgabe
    Leonhard Thunn-Hohenstein

    Körper und Geist in Bestform

    Dank seiner Vorteile für Leistungsfähigkeit, Konzentration und Wohlbefinden ist Astaxanthin ein vielversprechender Vitalstoff für den wachsenden Biohacking-Markt.

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    Stärker, schneller, besser – die Idee, die eigene Leistung zu steigern, ist nicht neu. Schon seit Jahrtausenden nutzen Menschen bestimmte Kräuter und Pflanzen, um ihre Gesundheit zu verbessern, Schmerzen zu lindern oder Krankheiten zu heilen. Die moderne Form dieser Selbstoptimierung wird „Biohacking“ genannt. Das Ziel dabei: mehr Energie, Wohlbefinden und Konzentration, um die Leistungsfähigkeit auf gesunde Weise zu erhöhen. Ein Biohacker bedient sich wissenschaftlicher, technologischer und natürlicher Hilfsmittel, um zur bestmöglichen Version seiner selbst zu werden. Von Meditation, Schlafhygiene und Fasten bis hin zur Supplementierung von wichtigen Mikronährstoffen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen Körper zu optimieren. Viele Biohacker nutzen moderne Technik wie Smartwatches, Gesundheits-Apps oder sogar Implantate, um ihren Organismus zu verbessern oder ihr Leben zu vereinfachen.

    Biohacking liegt im Trend

    In den USA ist Biohacking bereits ein Megatrend und auch in Europa stößt der Lifestyle auf immer mehr Interesse. Laut einem Bericht von Market Research Future wird der Biohacking-Markt bis 2023 jährlich um durchschnittlich rund 19,4% wachsen (1). Dies liegt unter anderem an unserer überalternden Gesellschaft, die zu einem neuen Gesundheitsbewusstsein geführt hat. Statt Krankheiten zu behandeln, möchten immer mehr Menschen vorbeugen.

    Dazu sind sie bereit, ihre Ernährung und Lebensweise zu ändern, um gesund und vital zu bleiben. Gerade Antioxidanzien wie Astaxanthin haben als funktionelle und vielseitige Inhaltsstoffe großes Potenzial für Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln, die den BiohackingTrend aufgreifen möchten.

    Stärkstes Antioxidans

    Astaxanthin ist ein natürliches Carotinoid, das aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis gewonnen wird. Dank seiner Molekülstruktur ist es deutlich effektiver als andere Antioxidanzien: Es kann sowohl in die hydrophilen als auch in die hydrophoben Schichten der Zellmembran eindringen. Auf diese Weise wird die Zelle von außen und von innen vor freien Radikalen geschützt. Gegen Lipidperoxidation in den Mitochondrien ist Astaxanthin etwa 550-mal wirksamer als beispielsweise Vitamin E (2).

    Energieräuber oxidativer Stress

    Der Schutz von Zellen und Mitochondrien spielt im Biohacking eine wichtige Rolle für Anti-Aging-Effekte. Denn wie schnell ein Mensch altert, ist zwar genetisch festgelegt, lässt sich aber durch einen optimierten Lebensstil verlangsamen. Dazu gehört die Reduktion von oxidativem Stress. Bei der Energieproduktion in den Mitochondrien entstehen besonders viele freie Radikale. Eine übermäßig hohe Belastung mit solchen reaktiven Sauerstoffverbindungen führt zu einem Ungleichgewicht zwischen Oxidanzien und Antioxidanzien im Körper. Dies ruft oxidativen Stress hervor, der Zellen sowie die DNS schädigt und die mitochondriale Dysfunktionen begünstigt. Diese wiederum stehen im Verdacht, Alterungsprozesse und altersbedingte Erkrankungen auszulösen (3). Antioxidanzien können in Form einer Nahrungsergänzung dazu beitragen, das körpereigene antioxidative Abwehrsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen (4).

    Gegen körperliche und geistige Erschöpfung

    Astaxanthin reichert sich vorwiegend in den Mitochondrien an (5). Auch deren Membranen sind anfällig für oxidativen Stress, wodurch die Energieproduktion beeinträchtigt werden kann. Das Antioxidans kann in der inneren und äußeren Mitochondrienmembran Radikale neutralisieren und trägt so dazu bei, die Funktion der Zellkraftwerke aufrechtzuerhalten (6).

    Auf diese Weise kann natürliches Astaxanthin auch stressbedingter Müdigkeit entgegenwirken: So haben Wissenschaftler in einer placebokontrollierten Doppelblindstudie nachgewiesen, dass eine Nahrungsergänzung mit Astaxanthin sowohl gegen physische als auch psychische Erschöpfung hilft (7). Über acht Wochen hinweg erhielten Probanden täglich 12 mg Astaxanthin oder ein Placebo. Mental wurden die Studienteilnehmer durch eine Reihe von Rechenaufgaben gefordert, die sie in einer bestimmten Zeit lösen mussten. Die körperliche Anstrengung wurde mit einem Ergometer simuliert. Vor und nach diesen Stresstests erfragten die Forscher jeweils den subjektiven Grad der Erschöpfung anhand einer visuellen Analogskala. Das Ergebnis: Astaxanthin verringerte die Symptome der physischen und psychischen Erschöpfung im Vergleich zur Placebo-Gruppe signifikant. Unter anderem verbesserten sich die Konzentrationsfähigkeit sowie die Motivation und die Stimmung der Probanden. Bei den Rechenaufgaben unterliefen der Placebo-Gruppe in der zweiten Hälfte des Tests mehr Fehler, während die Astaxanthin-Gruppe fast genauso gut abschnitt wie in der ersten Hälfte.

    Weitere Studien haben bestätigt, dass Astaxanthin das Erschöpfungsgefühl nach körperlicher und geistiger Belastung verringern, mentale Ermüdung reduzieren und die Konzentration fördern kann (8). Laut einer Untersuchung aus Japan geht die Supplementation zudem mit einer signifikant verbesserten Erholung nach mentaler Erschöpfung einher (9).

    Mentale Fitness

    Darüber hinaus kann Astaxanthin die Blut-Hirn-Schranke überwinden – eine wichtige Eigenschaft angesichts der großen Mitochondrienzahl und des hohen Energieverbrauchs im Gehirn. Bis zu 70% der im Körper produzierten Energie werden hier benötigt (10). Dies erklärt auch die starke Korrelation zwischen mitochondrialer Dysfunktion und Neurodegeneration. Viele Krankheiten wie Alzheimer stehen mit MitochondrienDefekten in Verbindung, die die ATPProduktion beeinträchtigen. Mehrere klinische Studien zeigen, dass natürliches Astaxanthin positiv auf das Gehirn wirkt: Es kann die Gedächtnisleistung und die Multitasking-Fähigkeit bei altersbedingter Vergesslichkeit verbessern (11).

    Ausblick

    Der Markt für natürliches Astaxanthin aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis boomt weltweit. Ein Bericht von Research and Markets vom vergangenen Jahr hat prognostiziert, dass er bis 2024 jährlich um rund 13% wachsen wird (12). Begünstigt wird diese Entwicklung durch zahlreiche vielversprechende Studienergebnisse zu Astaxanthin von kognitiver bis hin zu körperlicher Leistungsfähigkeit. In der heutigen Zeit stehen Verbrauchern eine Vielzahl von Informationen und Hilfsmitteln zur Verfügung. Laboranalysen, Apps, Wearables und andere technische Geräte bieten eine breite Palette an Möglichkeiten, mit denen man seine Leistungsfähigkeit auswerten und verbessern kann. Nahrungsergänzungsmittel und Nootropika wie Astaxanthin sind dabei für Biohacker ein zentraler Baustein zur Selbstoptimierung.

    Quelle: Vitalstoffe

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