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    Curcuma gegen Neurotoxine

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    Es gibt kaum einen Bereich in unserem Alltag, der völlig frei von Toxinen ist, und einige davon können insbesondere das zentrale Nervensystem angreifen und nachhaltig schädigen. Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson stehen oft mit ihnen im Zusammenhang.

    Besonders im Fokus steht hierbei das Aluminium, praktisch auf der einen, aber bedenklich auf der anderen Seite. Es findet allgegenwärtig Verwendung in der Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln, in Kosmetika, Antitranspirantien und pharmazeutischen Produkten, und der Kontakt damit ist nur schwer zu vermeiden.

    Aluminium und die menschliche Gesundheit

    Laut einer Erklärung der CDC (Centers for Disease Control and Prevention) zur öffentlichen Gesundheit in den Vereinigten Staaten nimmt ein durchschnittlicher Erwachsener in den USA täglich etwa 7 bis 9 mg Aluminium über die Nahrung auf. Bis zu 1% dieser Menge wird absorbiert. Das Aluminium kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und sich negativ auf das zentrale Nervensystem auswirken.

    Eine chronische Aluminiumexposition kann eine neuro-inflammatorische Reaktion auslösen und einen Zustand von oxidativem Stress hervorrufen, der letztlich das Risiko von Nervenschäden erhöht. Sie wird mit einer Reihe von neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung gebracht, dazu gehören die Alzheimer-Krankheit, die Parkinson-Krankheit und die Multiple Sklerose. Hohe Aluminiumkonzentrationen erhöhen die Amyloid-Aggregation und -Ablagerung in neuronalem Gewebe – charakteristisch für die Alzheimer-Krankheit.

    Curcuma zur Reduzierung von Aluminiumkonzentrationen

    In Zusammenarbeit mit einem indischen Hersteller von besonders hochwertigem Curcuma wurde von einer Forschergruppe um Dr. David Banji eine Studie mit Mäusen durchgeführt, in der ermittelt werden sollte, inwieweit Curcuma die durch Aluminium entstandenen Nervenschäden reduzieren kann.

    Problematisch bei der Forschung mit Curcuma ist hierbei die Tatsache, dass der Wirkstoff in der Regel eine geringe Bioverfügbarkeit besitzt und nur schwer verstoffwechselt werden kann. Als hilfreich erwies sich in der Studie erneut eine Kombination aus Curcuma und gereinigtem Curcuma-Öl (BCM-95®), die vom Körper leichter aufgenommen werden kann.

    Details zum Forschungsprojekt

    Über einen Zeitraum von 45 Tagen wurde den Mäusen, die einen induzierten hohen Aluminiumspiegel aufwiesen, eine Dosis von 25 bzw. 50 mg Curcuma pro kg Körpergewicht verabreicht. Die parallel eingerichtete positive Kontrollgruppe erhielt keine Supplementierung.

    Nach Beendigung der Studie stellten die Forscher fest, dass die kognitiven Beeinträchtigungen, die durch die Aluminiumexposition entstanden waren, substantiell zurückgegangen waren, der BCM-95-Komplex also dazu beitragen hatte, durch Neurotoxine hervorgerufene Schäden zu mildern oder zu beheben. Die Ergebnisse der Analyse wurden im Journal Hindawi Bio-Med Research International veröffentlicht.

    Hervorzuheben ist, dass diese Form der Supplementierung eine höhere Bioverfügbarkeit im Plasma zur Folge hatte, man also ein Curcumin-Verabreichungssystem entwickelt hat, das im Hinblick auf die Linderung neurodegenerativer Erkrankungen hohes Potential besitzt. Ergänzend stellten die Wissenschaftler fest, dass sich das räumliche Lernen und das Gedächtnis deutlich verbesserten und auch die Expression von Antioxidantien hochreguliert wurde.

    Der Leiter der Studie, Dr. David Banji, erklärte dazu: „Curcumin ist für seine Fähigkeit bekannt, Metalle wie Aluminium zu binden, und könnte daher einen neurologischen Schutz vor den potenziell toxischen Auswirkungen des Metalls bieten. Die schlechte Absorption und die niedrigen Blutspiegel von freiem Curcumin nach oraler Einnahme stellen jedoch eine große Einschränkung dar, wenn es darum geht, den vollen klinischen Nutzen zu erzielen. Die für Curcumin charakteristische geringe Löslichkeit, der schnelle Stoffwechsel und die rasche Ausscheidung behindern seine Aufnahme in den Blutkreislauf, und es durchdringt nicht ohne weiteres die Blut-Hirn-Schranke. Dies hat uns dazu bewogen, BCM-95® zu untersuchen, bei dem Curcumin, der wichtigste Kurkumaextrakt, mit der gereinigten ätherischen Ölkomponente von Kurkuma kombiniert wird, um die Bioverfügbarkeit zu verbessern.“

    Ziel dieser Forschung ist es, die Gesundheit des Gehirns mit pflanzlichen Wirkstoffen auf natürliche Weise zu erhalten und zu fördern. Curcuma hat sich hierbei als vielversprechende Option erwiesen, vor allem, wenn durch wirkungsvolles Kombinieren die Bioverfügbarkeit gesteigert werden kann, jeweils unter dem Aspekt praxisorientierter und sicherer Anwendung.

    Quelle: Vitalstoffe

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