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    Vitamin K2 trägt zur Prävention gegen Alzheimer-Krankheit bei

    Vitamin K2 – der Schlüssel zu gesundem Altern
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    Ein neues Review konnte zeigen, dass Vitamin K2 zur Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit beitragen kann.

    Eine umfassende Überprüfung der aktuellen Erkenntnisse zur Wirkung von Vitamin K2 legt nahe, dass das Vitamin zur Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit beitragen kann. Das in der Zeitschrift Nutrients veröffentlichte US-amerikanische Review befasst sich mit den anti-apoptotischen und antioxidativen Wirkungen von Vitamin K2 und dessen Einflüsse auf Neuroinflammation, mitochondriale Dysfunktion, Kognition, kardiovaskuläre Gesundheit und Co-Morbiditäten bei der Alzheimer-Krankheit. Nach der Prüfung einer beträchtlichen Anzahl an Studien zur Wirkung von Vitamin K2 kamen die Autoren zu dem Schluss, dass Vitamin K2 das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen und zur Prävention beitragen kann.

    Die Häufigkeit von Alzheimer hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Alzheimer-Krankheit ist eine der Hauptursachen für chronische Behinderungen und Tod. Im Jahr 2018 gab es weltweit 50 Millionen Menschen, die von der Demenz-Krankheit betroffen waren. Alzheimer wirkt sich stark auf das emotionale Befinden und auf die körperlichen Fähigkeiten der Erkrankten aus, und aktuell gibt es keine Behandlungsmöglichkeit, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder aufhalten könnte.

    Vorkommen und Wirkung von Vitamin K2

    Vitamin K2 wird hauptsächlich aus fermentierten Lebensmitteln und einigen Käsesorten gewonnen. Die Aufnahme ist in westlichen Ländern gering und macht in der europäischen Ernährung nur etwa 10% des nahrungsbedingten Vitamin K aus. Derzeit gibt es keine empfohlene Tagesdosis für Vitamin K2, trotz dessen einzigartiger physiologischer Rolle im menschlichen Körper.

    Sowohl Vitamin K1 als auch Vitamin K2 spielen für die Regulierung des Sphingolipid-Stoffwechsels eine Rolle für die Gesundheit des Gehirns. Veränderungen im Sphingolipid-Stoffwechsel werden mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und Chorea Huntington in Verbindung gebracht. Im Gegensatz zu Vitamin K1 aktiviert Vitamin K2 jedoch eine Vielzahl von extrahepatischen Vitamin-K-abhängigen Proteinen, die viele komplexe Funktionen haben.

    Vitamin K2 wirkt auch als Transkriptionsregulator und hat antioxidative Eigenschaften. Außerdem gibt es überzeugende Beweise dafür, dass es immunmodulierende und entzündungshemmende Effekte besitzt. Diese Eigenschaften fördern die Behandlung von Co-Morbiditäten der Alzheimer-Krankheit wie Osteoporose und lindern nachweislich die Symptome von Typ-2-Diabetes und Depression.

    Neuroproktektive Eigenschaften von Vitamin K2

    Während der Prüfung der Studien zu den Wirkungen von Vitamin K2 auf die Apoptose von Zellen (Zelltod) wurde festgestellt, dass Zellen, die mit Vitamin K2 vorbehandelt worden waren, deutlich weniger Apoptose aufwiesen (gemessen mittels Durchflusszytometrie) und das Absterben von Nervenzellen verhinderten. Die Vorbehandlung mit Vitamin K2 verringerte außerdem die Menge der Apoptose-Signalproteine, reduzierte die Anwesenheit reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und erhöhte die Menge an Glutathion, einem starken Antioxidans.

    Das Review beschreibt, wie die neuroprotektiven Eigenschaften des Vitamin K2 auf die Menachinon-Isoform (MK-7) zurückzuführen sind und die Produktion von proinflammatorischen Zytokinen unterdrückten und das Potenzial haben, Neuroinflammation und Neurodegeneration zu reduzieren.

    In einer weiteren Studie wurde nachgewiesen, dass ein niedriger Vitamin-K2-Spiegel die durch eine Antibiotikabehandlung verursachte Störung des Darmmikrobioms verschlimmern und eine Magenblutung auslösen kann. Darmbakterien produzieren Menachinon, das für die Gesundheit des Gehirns von entscheidender Bedeutung ist. Daher kann jede Veränderung des Darmmikrobioms zur Entstehung der Alzheimer-Erkrankung beitragen, was nach Aussage des Reviews durch die Supplementierung von Vitamin K2 gemildert werden könnte.

    In dem Review wird außerdem angemerkt, dass Modifikationen in der Zusammensetzung des Darmmikrobioms die Vitamin-K2-Produktion und die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken, verändern könnten. Weitere Studien zum Zusammenhang einer Dysbiose der Darm-Mikrobiota und der Vitamin-K2-Produktion bei Alzheimer wären daher laut Angaben der Verfasser des Reviews dringend erforderlich.

     

    Quelle: Vitalstoffe

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